
Einstieg
Ich bin Steffan Rudolf, gelernter Bauschlosser. Heute baue ich Websites für Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe. Dafür schaue ich mir vorher an, wie die Seiten von Betrieben in der Region aktuell aussehen. Ich prüfe mit dem W3C Validator, WAVE und Google PageSpeed Insights und teste Kontaktformular, Links und Seitenaufbau von Hand. Dieser Beitrag zeigt, was mir dabei auffällt, ohne Firmennamen und ohne Schuldzuweisung. Viele dieser Fehler entstehen, weil eine Website einmal gebaut und dann nie wieder angesehen wurde.
Rechtliches
Vorab: Das ist keine Rechtsberatung. Im Zweifel prüft eine Rechtsanwältin oder ein Rechtsanwalt die Texte.
Impressum
Das Impressum ist nach §5 DDG Pflicht. Mir fallen fehlende oder veraltete Angaben auf, etwa eine falsche Anschrift oder eine Telefonnummer, die nicht mehr stimmt. Gibt es eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, gehört sie ins Impressum, und auch sie fehlt manchmal.
Datenschutzerklärung
Manche Erklärungen sind lang und beschreiben Dienste, die auf der Seite gar nicht eingebunden sind. Eine Datenschutzerklärung soll beschreiben, was auf der eigenen Seite tatsächlich passiert, nicht alles, was es gibt.
Technik und Geschwindigkeit
Kein HTTPS
Ohne HTTPS warnen Browser vor der Seite. Besucher sehen das, bevor sie ein Wort gelesen haben.

Zu große und trotzdem unscharfe Bilder
Ein Foto direkt von der Kamera oder dem Handy ist oft viele Megabyte groß. Es wird trotzdem unscharf dargestellt, wenn es falsch eingebunden ist. Bilder gehören auf die tatsächlich angezeigte Größe skaliert und komprimiert.

Lange Ladezeiten
Das hängt oft mit den Bildern zusammen. PageSpeed Insights zeigt, was bremst. Ein Beispiel aus einer meiner Prüfungen (Seite anonymisiert, mobil gemessen): Leistung 60, Barrierefreiheit 83, Best Practices 78, SEO 100. In meinen Prüfungen fällt mir auf, dass die Suchmaschinen-Optimierung teils sorgfältig umgesetzt ist, Ladezeit und Bedienbarkeit aber zurückbleiben. Suchmaschinen finden die Seite, doch der Besucher hat dann ein schlechteres Erlebnis. Das ist ein Einzelfall und keine Aussage über alle Betriebe.

Defekte Links
Links, die ins Leere oder auf eine Fehlerseite führen, kosten Vertrauen und sind bei Google ein Qualitätsmangel.
Auftritt und Wirkung
Stockfotos statt echter Arbeiten
Ein Betrieb verkauft Handwerk. Wer Fotos von Models mit Helm zeigt, verschenkt den stärksten Beleg: die eigene Arbeit.

Reihenfolge im Seitenaufbau
Manche Seiten zeigen zuerst die Preise und erst danach, wer der Betrieb ist. Ein Besucher muss aber von Anfang an erkennen, was er auf der Seite bekommt: Wer ist der Betrieb, was bietet er an, wo ist er tätig. Erst danach sind Preise sinnvoll. Eine saubere Gliederung hilft Besuchern, sich zurechtzufinden. Wer sich nicht zurechtfindet, verlässt die Seite eher wieder.
Weiterleitung auf Facebook
Manche Betriebe haben eine eigene Domain, etwa www.firmenname.de, die direkt auf die Facebook-Seite weiterleitet. Das hat zwei Nachteile. Erstens wirkt es auf manche Besucher unseriös, wenn sie eine Firmenadresse eingeben und auf einer fremden Plattform landen. Zweitens kostet die Domain laufend Geld, ohne genutzt zu werden. Eine eigene Website auf dieser Domain zeigt sofort, was der Betrieb anbietet, und bietet Kontaktmöglichkeiten und Terminvereinbarung ohne Umweg über eine Plattform.
Domain ohne Inhalt
Manche Betriebe haben eine Domain, die nichts anzeigt. Die Adresse ist da, aber der Besucher findet nichts.
Selbst-Check
Prüfe deine Seite kostenlos mit diesen drei Werkzeugen:
- W3C Validator: validator.w3.org
- WAVE: wave.webaim.org
- Google PageSpeed Insights: pagespeed.web.dev
Dazu: Funktioniert das Kontaktformular? Führen alle Links irgendwohin? Zeigt die Adresse in der Browserzeile ein Schloss?

Schluss
Wenn du wissen möchtest, wie deine Seite abschneidet, erreichst du mich am einfachsten telefonisch.